Dilemma der eCigarettes

 

Der Markt der eCigarettes wird trotz riesiger Investitionen der Zigarettenindustrie ausschließlich

von Newcomern beherrscht. Diese verfügen aber nicht - wie zu vermuten wäre - über einen unerwarteten Entwicklungsvorsprung. Vielmehr hat die Tabakindustrie ob der Komplexität der chemisch-physikalischen Problemstellung noch einen erheblichen Forschungs- und Entwicklungs-bedarf. Auf jeden Fall zeigt eine Analyse der aktuellen Patentlage, dass sich die Hersteller der aktuell vertriebenen eCigarette-Systeme - abgesehen von einem Philipp Morris nahen Patent zu sog. Verdampfungsbeschleunigern - der eigentlichen Problematik offensichtlich nicht bewusst sind.

 

Beim bisher ungelösten Problem handelt es sich um ein Phänomen, dass das Nikotin einer normalen Tabakzigarette bis tief in Lungen (Alveolarbereich) gelangt – bei einer rauchfreien Zigarette aber spätestens im oberen Bronchialbaum hängenbleibt. Damit dauert die Resorption nicht – wie bei einer Tabakzigarette – nur wenige Sekunden, sondern die zigfache Zeit. Im Blut und damit auch ZNS von rauchfreien "Rauchern" lassen sich deshalb nach dem Gebrauch einer eCigarette nur winzige Nikotinmengen wiederfinden.

 

Studienbeweis

 

Wegen der fehlenden Akzeptanz rauchfreier Zigaretten bei Probanden und Testpersonen hat das amerikanische „National Cancer Institute“ Ursachenforschung betrieben und bei der „Virginia Commonwealth University“ unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Eissenberg eine Resorptionsstudie in Auftrag gegeben. Das niederschmetternde Ergebnis[1] finden Sie

unter Studienlage.



[1] Eissenberg T. Electronic nicotine delivery devices: ineffective nicotine delivery and craving supression after acute administration. Tobacco Control 2010 Feb; 19(12): 87 - 88